"Heimat - 80 Jahre nach Flucht und Vertreibung"
Im Rahmen des Vinzenzifestes 2026 lud der Patenschaftsrat zu einem besonderen Vortrag mit Christina Diederichs aus Kösching ein. Die Bundeskulturwartin im Bund der Eghalanda Gmoin widmete sich in ihrem Vortrag dem Thema „Heimat – 80 Jahre nach Flucht und Vertreibung“ und beleuchtete dabei die Erfahrungen heimatvertriebener Egerländer aus einer sehr persönlichen Perspektive.
Herzlichen Dank für den berührenden Vortrag!
Christina Diederichs engagiert sich seit vielen Jahren in der Egerländer Gemeinschaft und war unter anderem Landesjugendführerin in Hessen, Bundesjugendführerin und übt derzeit das Amt der Bundeskulturwartin im Bund der Eghalanda Gmoin aus. Sie gehört der sogenannten Bekenntnisgeneration an – jener Generation also, die Flucht und Vertreibung nicht selbst erlebt hat, deren Familiengeschichte aber tief von diesen Ereignissen geprägt ist.
Im Mittelpunkt des Vortrags stehen die Erlebnisse ihrer Großmutter, die Erinnerungen aus dem gemeinsamen Familienalltag sowie die Frage, wie Heimatverbundenheit über Generationen hinweg weitergegeben wird. Dabei geht Diederichs auch der Frage nach, wie es sein kann, sich als Egerländer zu fühlen, obwohl man nicht im Egerland aufgewachsen ist.
Ergänzt wird der Vortrag durch originale Erinnerungsstücke aus dem Egerland, darunter Trachtenstücke aus dem Besitz ihrer Großmutter, sowie durch Bilder und Zitate. Darüber hinaus wird Christina Diederichs auch auf das heutige Verhältnis der Egerländer zu den Bürgerinnen und Bürgern der Tschechischen Republik eingehen und Einblicke in ihre Aufgaben als Bundeskulturwartin geben. Damit schlägt sie eine Brücke zwischen persönlicher Erinnerung, kulturellem Erbe und gegenwärtiger Verständigung.
Der Vortrag fand am Samstag, 25. Juli 2026, im Rahmen der Patenschaftsratssitzung beim Vinzenzifest 2026 statt. Im Anschluss besand bei einer weiteren Diskussionsrunde Gelegenheit zum Austausch.
















